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Butternut Kürbis Sambar – das sämige Südindien aus einem Topf, fertig in 50 Minuten

Cremiger Butternut-Kürbis-Sambar in einer Schüssel, goldgelb und sämig, mit Koriander und Senfsamen garniert.

Ich habe jahrelang Sambar gekocht, das einfach nur okay war. Braun, irgendwie dünn, und alle haben es gegessen, ohne ein Wort darüber zu verlieren. Dann habe ich aufgehört, den Butternut-Kürbis wie eine Beilage zu behandeln, und ihn zum Hauptdarsteller im Topf gemacht. Plötzlich war der Topf leer, bevor ich mich überhaupt hingesezt habe. Mein Mann, der Kürbis für Teufelszeug hält, hat sich nachgeschöpft. Zweimal. Ohne Kommentar, aber mit diesem Blick.

Butternut Kürbis Sambar ist ein südindisches Linsengericht – sämig gekochte Hülsenfrüchte, Tamarinde für Säure, geröstetes Sambar-Pulver für Tiefe und ein Tadka aus Senfkörnern und Curryblättern obendrauf. Der Kürbis macht daraus etwas, das nach Herbst schmeckt und trotzdem nach Chennai. Und das Beste: Es ist ein einziger Topf plus eine kleine Pfanne. Mehr Küche muss es im Alltag nicht geben.

Das Wichtigste in Kürze: Ein Topf, 50 Minuten, und das Ergebnis ist sämig, warm-würzig und besser als beim Inder um die Ecke.

Ich habe dieses Sambar inzwischen rund vierzig Mal gekocht – in der Schnellkochtopf-Version, in der „ich habe kein Tamarindenmark da”-Version und in der „meine Tochter ist neun und weigert sich, irgendwas Grünes zu essen”-Version. Alle drei funktionieren. Diese hier ist meine Lieblingsversion, und es ist die, die ich Freunden weitergebe.

Auf einen Blick

  • Ergibt: 6 Portionen als Hauptgericht mit Reis
  • Aktive Zeit: 25 Min | Gesamtzeit: 50 Min
  • Schwierigkeit: Einfach – auch an einem Mittwochabend machbar
  • Kosten pro Portion: ca. 1,60 €
  • Kalorien: ~245 kcal pro Portion
  • Ernährung: Von Natur aus vegan und glutenfrei

(Foto oben: Nahaufnahme eines dunkelgoldenen Sambars in einer emaillierten Gusseisenpfanne, der Löffel steht drin und zieht eine dicke Spur durch die Linsen – man sieht einzelne Kürbiswürfel, die ihre Form noch halten, und die dunklen Curryblätter im Tadka glänzen feucht im Nachmittagslicht, das von rechts durch ein Küchenfenster fällt. Ein Klecks Kokosreis am Bildrand, ein halber Limettenabrieb daneben.)

Warum dieses Sambar sämig wird und nicht wässrig

Sämiger Butternut Kürbis Sambar im Topf, goldgelbe Kürbiswürfel, rote Linsen und frische Kräuter in cremiger Südindien-Sauce.

Der Grund, warum Sambar zu Hause oft nach brauner Brühe schmeckt: Die Linsen bekommen keine Chance, sich aufzulösen. Toor Dal – die gelben Straucherbsen, die man in jedem indischen Laden bekommt – wird erst beim längeren Kochen richtig cremig. Wenn du sie nur gar kochst und dann in Wasser mit Gemüse wirfst, bleibt alles dünn. Ich koche die Linsen deshalb komplett weich, fast zu weich, und zerdrücke sie dann mit dem Kartoffelstampfer im Topf. Erst dann kommt der Kürbis dazu. Diese eine Reihenfolge hat bei mir mehr verändert als jedes neue Gewürz.

Der zweite Punkt ist das Sambar-Pulver. Ich habe es zwei Jahre lang am Ende in den Topf gerührt und mich gewundert, warum alles schmeckt wie nichts. Gewürzpulver braucht Fett und Hitze, um loszulassen. Also: Zwiebeln glasig braten, Tomaten dazu, dann das Pulver direkt auf die heiße Masse und eine Minute mitrösten, bis es duftet und die Küche sich meldet. Meine Kinder kommen aus dem Kinderzimmer, wenn ich diesen Schritt mache. Das ist mein Riechtest.

Und der Kürbis? Der kommt erst in der letzten Runde dazu, und zwar bei geschlossenem Deckel. Butternut zerfällt wahnsinnig schnell. Wenn er zwanzig Minuten im kochenden Sambar schwimmt, hast du Brei mit Kürbisfarbe. Zwölf bis fünfzehn Minuten im eigenen Dampf reichen völlig, dann hält er die Form und gibt trotzdem Süße an die Linsen ab.

Was in den Topf kommt – und wo es wirklich drauf ankommt

  • 200 g Toor Dal (gelbe Straucherbsen): Die Basis. Du findest sie im indischen Supermarkt oder online, und ein Kilo hält bei mir etwa ein halbes Jahr. Kein Toor Dal zur Hand? Rote Linsen gehen auch – dann aber nur 15 Minuten kochen, sonst wird alles Matsch. Meine Mutter-in-law würde mich dafür tadeln, aber es schmeckt trotzdem gut.
  • 1 Butternut-Kürbis (ca. 900 g–1 kg, geschält, entkernt, in 2-cm-Würfel): Herzstück und Namensgeber. Ich kaufe den Kürbis am Samstag auf dem Markt und schneide ihn sonntags in Würfel – dann ist das Anbraten unter der Woche ein Fünf-Minuten-Job. Ein Hokkaido funktioniert auch, dann aber nicht schälen und die Würfel etwas kleiner schneiden.
  • 1 große Zwiebel, fein gewürfelt: Sie macht die Süße, die das Sambar später ausbalanciert. Mein Sohn kann rohe Zwiebeln nicht ausstehen, in dieser Form merkt er sie nicht. Ich sage ihm das aber nicht.
  • 2 reife Tomaten, grob gewürfelt: Säure und Körper zugleich. Im Winter greife ich zu Dosentomaten, wenn die frischen nach Wasser schmecken – ehrlich: das ist oft die bessere Wahl.
  • 2–3 EL Sambar-Pulver: Der eigentliche Charakter des Gerichts. Anfangen mit zwei, am Ende nachjustieren. Marken unterscheiden sich stark in Schärfe – meine Stammmarke ist mild, deshalb gehe ich auf drei Löffel.
  • 1 EL Tamarindenpaste (oder 30 g Tamarinde, in 150 ml heißem Wasser eingeweicht): Ohne sie fehlt dem Sambar die Spannung. Die Paste aus der Tube ist mein Alltagsmove. Wenn du echte Tamarinde nimmst, unbedingt durch ein Sieb streichen – die Kerne sind hart und überleben jedes Kochen.
  • ½ TL Kurkuma, 1 TL Salz, ½ TL Jaggery oder brauner Zucker: Runde Sache. Der Zucker ist kein Tippfehler. Er ist da, um die Tamarinde zu bändigen, nicht um Süße zu bringen. eine Prise macht den Unterschied zwischen „sauer” und „lebendig”.
  • 3 EL Kokosöl (oder Sesamöl): Für das Tempering. Kokosöl macht es runder, Sesamöl nussiger und südindischer. Ich schwanke je nach Stimmung, beides geht.
  • 1 TL schwarze Senfkörner: Sie müssen im heißen Fett aufplatzen, hörbar. Wenn du sie hörst, sitzt du richtig. Ich habe sie am Anfang immer verbrannt, weil ich zu ungeduldig war – lieber mittlere Hitze und eine Sekunde länger warten.
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen, ½ TL Bockshornkleesamen (optional), 1 Prise Asafötida: Das Gewürzfundament. Asafötida klingt exotisch, ist aber nur ein Hauch – es macht das Sambar „fleischiger” im Geschmack. Meine Nachbarin hat mir mal eine Dose geschenkt, seitdem ist es Standard.
  • 10–12 frische Curryblätter: Nicht optional. Sie sind das, was Sambar nach Sambar riechen lässt. Frisch ist wirklich besser als getrocknet. Wenn du einen indischen Laden in der Nähe hast: kaufe zwei Bund und friere sie ein, sie halten sich erstaunlich gut.
  • 2 getrocknete rote Chilischoten, 1 EL Ghee, eine Handvoll frischer Koriander: Für das Finish. Meine Kinder brauchen die milde Version, deshalb bleiben die Chilis bei uns ganz – die Aromen kommen trotzdem raus, scharf wird nur, wer draufbeißt.

Was du vorher rausstellst

  • Ein schwerer Topf mit Deckel, 4–5 Liter – Gusseisen oder Edelstahl, Hauptsache kein dünner Aluminiumboden
  • Eine kleine Pfanne für das Tadka, 20–24 cm
  • Ein Kartoffelstampfer (oder ein kräftiger Schneebesen)
  • Ein Sieb für das Tamarindenwasser
  • Ein scharfes Messer und ein großes Schneidebrett – Kürbis ist zäh, ein stumpfes Messer ist gefährlicher als ein schnelles

Und wenn du einen Schnellkochtopf hast: raus damit. Er macht aus 25 Minuten Linsenkochzeit zehn, und ich nutze ihn fast immer.

So koche ich es – Schritt für Schritt

Lies einmal komplett durch, bevor du anfängst. Es sind viele Zeilen, aber die meisten Schritte dauern unter einer Minute. Der einzige Schritt, bei dem es wirklich auf den Moment ankommt, ist das Tadka – und selbst das verzeiht.

Vorher: Toor Dal in ein Sieb geben, unter kaltem Wasser spülen, bis das Wasser klar läuft. Kürbis schälen, entkernen, in 2-cm-Würfel schneiden. Tamarinde in 150 ml heißem Wasser einweichen, falls du keine Paste verwendest.

  1. Linsen aufsetzen: Toor Dal mit 700 ml Wasser und ½ TL Kurkuma in den Topf geben. Aufkochen, dann auf niedrige Hitze und zugedeckt 25–30 Minuten köcheln, bis die Linsen vollständig weich sind und beim Rühren auseinanderfallen. Im Schnellkochtopf dauert das 10 Minuten bei mittlerem Druck. (📸 Fototipp: Die Linsen sind fertig, wenn du mit dem Löffel über den Topfboden fährst und der Boden kurz sichtbar bleibt, bevor die Masse nachläuft. Sieht aus wie ein dünner Brei, nicht wie Suppe.)
  2. Linsen zerdrücken: Den Kartoffelstampfer direkt in den Topf setzen und die Linsen acht bis zehn Mal durchdrücken. Nicht komplett pürieren – ein paar ganze Linsen dürfen bleiben, die geben Textur. Wenn ich wirklich platt bin, rühre ich stattdessen nur dreißig Sekunden kräftig mit dem Schneebesen. Nicht so gut, aber funktioniert.
  3. Curryblätter trocken tupfen: Sie kommen gleich in heißes Öl, und nasse Blätter spritzen wie verrückt. Einmal mit einem Küchentuch drüber, das reicht.
  4. Tadka starten: In der kleinen Pfanne 3 EL Kokosöl bei mittlerer Hitze erhitzen. Senfkörner hineingeben und warten, bis sie aufplatzen und tanzen – etwa 30 Sekunden. (📸 Fototipp: Wenn die Senfkörner anfangen zu springen und kleine Bläschen um sie herum aufsteigen, ist die Temperatur perfekt. Wenn sie schwarz werden, bevor sie springen, hast du zu viel Hitze – einmal kurz von der Platte ziehen.)
  5. Restliche Gewürze zugeben: Kreuzkümmel, Bockshornkleesamen, getrocknete Chilis und Curryblätter dazu. Zehn Sekunden rühren. Die Curryblätter werden dunkelgrün und knusprig – genau richtig. Zum Schluss die Prise Asafötida und sofort vom Herd nehmen.
  6. Zwiebeln und Tomaten anbraten: Die Hälfte des Tadkas in den großen Topf gießen, das restliche Öl zurücklassen. Zwiebeln dazu und bei mittlerer Hitze 6–7 Minuten glasig braten, bis sie an den Rändern goldig werden. Tomaten hinein und 3 Minuten mitbraten, bis sie zusammenfallen.
  7. Sambar-Pulver rösten: 2 EL Sambar-Pulver direkt in die Tomatenmasse rühren und eine volle Minute rösten, bis es duftet und die Küche aufmerksam wird. Das ist der Schritt, den alle überspringen, und es ist der wichtigste im ganzen Rezept.
  8. Kürbis dazugeben: Kürbiswürfel, 1 TL Salz und 200 ml Wasser einrühren. Deckel drauf und 12–15 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten, bis der Kürbis gar ist, aber noch Biss hat. (📸 Fototipp: Ein Kürbiswürfel ist perfekt, wenn die Gabel mit leichtem Widerstand hineingeht und die Würfel ihre kantige Form behalten haben. Wenn sie rund und durchsichtig aussehen, war’s zwei Minuten zu lang.)
  9. Tamarinde und Abrundung: Tamarindenwasser durch ein Sieb dazugeben (oder die Paste direkt) plus ½ TL Jaggery oder braunen Zucker. Fünf Minuten offen köcheln lassen, damit die Säure sich einbindet.
  10. Linsen einrühren und abschmecken: Die zerdrückten Linsen in den Topf geben, alles verrühren und noch 5 Minuten sanft köcheln. Jetzt probieren: zu sauer → eine Prise Zucker, zu flach → Salz, zu dick → ein Schluck Wasser.
  11. Finish: Das übrige Tadka aus der Pfanne über das Sambar gießen – es soll zischen. 1 EL Ghee zum Schluss und eine Handvoll gehackter Koriander. Mit Basmatireis oder Kokosreis servieren. Wenn ich Besuch habe, halte ich ein paar Curryblätter zurück und brate sie ganz frisch in Ghee an – das ist der Unterschied zwischen „lecker” und „was ist da drin?”.

Mein Sonntags-Vorkochen für stressige Mittwoche

Ich mache Sonntagnachmittag eine doppelte Menge, weil dieses Sambar am zweiten Tag ehrlich besser schmeckt – die Tamarinde und das Sambar-Pulver brauchen Zeit, um sich zu einigen. Ich koche es bis einschließlich Schritt 10 und lasse das Tadka weg. Das kommt erst frisch in den Topf, wenn ich aufwärme, sonst werden die Curryblätter matschig und verlieren alles, was sie besonders macht.

Bei uns heißt das: Sonntag einen großen Topf, Dienstag und Mittwoch wird nur aufgewärmt und Reis aufgesetzt. Wenn mein Mann Spätschicht hat, isst er es kalt aus dem Kühlschrank. Ich habe aufgehört, ihn zu korrigieren.

  • Kühlschrank: In einem Glas- oder Keramikbehälter mit Deckel 4 Tage. Es wird beim Lagern dicker – beim Aufwärmen einfach zwei, drei Esslöffel Wasser einrühren.
  • Gefrierer: Ja, aber ohne Kürbis ideal. Ich friere eine Portion Linsenbasis pur ein und gebe frisch gedünsteten Kürbis dazu – so bleibt der Kürbis bissfest. Mit Kürbis drin geht es auch, hält 2 Monate, wird aber weicher.
  • Aufwärmen: Im Topf bei mittlerer Hitze mit einem Schluck Wasser, 6–8 Minuten. Mikrowelle funktioniert in 90 Sekunden, aber die Linsen werden leicht körnig – ich sage das nur ungern, weil es so praktisch ist.

Was ich nach vierzig Töpfen Sambar anders mache

  1. Die Linsen wirklich weich kochen, nicht „gar”: Ich habe zwei Jahre lang Linsen al dente gekocht, weil ich dachte, sie sollen Biss haben. Für Sambar gilt das Gegenteil. Sie müssen so weich sein, dass sie sich fast von selbst auflösen. Nur so bekommst du diese seidige Textur. Vertrau mir – ich habe das mehrfach falsch gemacht und mich gewundert, warum es nie so schmeckt wie im Restaurant.
  2. Salz erst mit dem Kürbis, nicht mit den Linsen: Salz in den ersten Minuten verlängert die Kochzeit der Linsen spürbar. Ich salze erst ab Schritt 8. Klingt nach Kleinigkeit, spart am Ende zehn Minuten.
  3. Curryblätter zwei Sekunden vor allem anderen: Wenn du sie in zu kaltes Öl gibst, werden sie ledrig statt knusprig. Erst wenn die Senfkörner tanzen, sind sie dran. Und ganz ehrlich: Selbst wenn du das Tadka komplett verbockst, schmeckt das Sambar noch gut. Ich habe es einmal mit schwarzen Senfkörnern serviert und niemand hat es gemerkt.
  4. Die Schärfe rausnehmen und individuell nachgeben: Bei uns bleiben die getrockneten Chilis ganz im Topf. Wer will, drückt sich eine auf den Teller. So essen meine Neunjährige und mein Schwager, der alles mit Chili bestellt, aus demselben Topf. Das ist der einzige Trick, der unser Familienessen wirklich gerettet hat.

Für jeden etwas: Varianten und Swaps

  • Vegan und laktosefrei: Sambar ist von Natur aus vegan – nur das Ghee am Schluss ist Milchprodukt. Lasse es einfach weg oder nimm einen Extra-Löffel Kokosöl. Das ist die Version für meine Nichte, die keine Laktose verträgt, und sie merkt keinen Unterschied.
  • Rote Linsen statt Toor Dal: Funktionieren, kochen aber viel schneller – nach 15 Minuten sind sie durch. Dann weniger Wasser (500 ml) und früher abschmecken. Das ist meine Version für Nächte, in denen ich erst um sieben anfange.
  • Ohne Tamarinde: Zwei Esslöffel Limettensaft plus ein Teelöffel Zucker kommen näher ran, als du denkst. Nicht identisch – Tamarinde hat eine dunkle, fast karamellige Säure – aber sehr gut. Ich habe das schon oft gemacht, wenn die Tube leer war.
  • Schärfer, für Erwachsene nach Kinderbettzeit: ½ TL Kashmiri-Chilipulver mit dem Sambar-Pulver rösten und am Ende eine frische grüne Chili in Ringen über den Teller geben. Mein Mann und ich essen das samstagabends so, mit einem Bier daneben.
  • Mit anderem Gemüse: Süßkartoffel, Kürbis und Hokkaido sind alle wunderbar. Steckrübe funktioniert überraschend gut. Zucchini würde ich nicht nehmen – sie wird zu wässrig und gibt dem Sambar nichts.
  • Als Suppe für ein Buffet: Nach Schritt 10 mit 400 ml zusätzlicher Gemüsebrühe verdünnen und in Bechern servieren. Dann zwei Becher gebratene Papadams daneben zum Eintauchen. Das bringt mein Bruder zu jedem Familienfest mit und es ist jedes Mal als Erstes weg.

Fragen, die mir zu diesem Sambar immer wieder gestellt werden

F: Warum ist mein Sambar wässrig geblieben und schmeckt trotzdem?
A: Ich war da. Zu 90 % liegt es an den Linsen – sie waren nur gar, nicht weich, und geben deshalb keine Stärke ab. Koch sie beim nächsten Mal fünf bis zehn Minuten länger und zerdrück sie danach richtig mit dem Stampfer. Die anderen 10 % sind zu viel Wasser: 700 ml für die Linsen, 200 ml für den Kürbis, mehr braucht es nicht. Beim Köcheln verdampft ja auch noch was. Du kriegst das hin – und ehrlich, dünnes Sambar ist immer noch ein guter Reistopf.

F: Kann ich Sambar ohne Tamarinde machen, wenn ich keine bekomme?
A: Ja. Zwei Esslöffel frischer Limettensaft und ein knapper Teelöffel brauner Zucker, beides zum Schluss. Was sich ändert: Die Säure ist heller und spritziger, weniger dunkel und tief. Wenn du Zeit hast, kannst du auch ein bis zwei getrocknete Aprikosen kleingeschnitten mitköcheln – klingt schräg, gibt aber genau diese dunkle Fruchtnote zurück. Ich habe das getestet, meine Schwester hält es für einen Skandal, und sie hat trotzdem zwei Teller gegessen.

F: Wie lange hält sich das Sambar, und kann ich es einfrieren?
A: Im Kühlschrank in einem dicht schließenden Behälter 4 Tage – am dritten und vierten Tag schmeckt es am besten. Einfrieren geht problemlos, bis zu 2 Monate, am besten in Portionsbehältern, die du direkt in der Mikrowelle aufwärmen kannst. Das Tadka solltest du davor abschöpfen oder weglassen und nach dem Auftauen frisch machen. Beim Aufwärmen immer einen Schuss Wasser dazu, weil die Linsen Flüssigkeit nachziehen. Für Meal Prep ist das hier eines der dankbarsten Gerichte überhaupt: ein Topf, vier Portionen Mittagessen.

F: Was serviere ich zu Sambar?
A: Klassisch Basmatireis, und der Reis darf ruhig klebrig sein – er soll die Linsen einsammeln. Bei uns gibt es außerdem immer dünnes Papadam zum Eintauchen, das macht der Neunjährigen mehr Freude als das Sambar selbst. Überraschend gut: ein Klecks griechischer Joghurt oder, in der veganen Version, Kokosjoghurt oben drauf – die Kühle gegen die Würze ist richtig gut. Und wenn du ein ganzes Südindien-Dinner machen willst, kommt dosa dazu. An Wochentagen bleibe ich bei Reis und fertig ist der Dienstag.

Mehr Rezepte, die bei uns jede Woche auf den Tisch kommen

Wenn dir dieses Sambar gefallen hat, sind hier noch ein paar andere Rezepte, die bei uns die gleiche Reaktion auslösen – leerer Topf und Nachfrage nach dem Rezept:

  • [INTERNAL LINK PLACEHOLDER: Südindisches Dal Tarka] – Die kleinere Schwester dieses Gerichts, in 25 Minuten fertig und der Grund, warum mein Gewürzregal nie ohne Kreuzkümmel ist.
  • [INTERNAL LINK PLACEHOLDER: Kokos-Kürbis-Curry mit Curryblättern] – Wenn der Kürbis im Herbst im Angebot ist, mache ich beide Rezepte hintereinander und friere einen Topf davon ein.
  • [INTERNAL LINK PLACEHOLDER: Aloo Gobi aus dem Ofen] – Kartoffeln und Blumenkohl kommen bei uns in den Ofen statt in die Pfanne, weil ich dabei gleichzeitig die Küche aufräumen kann.
  • [INTERNAL LINK PLACEHOLDER: Tomaten-Rasam in zehn Minuten] – Meine Notlösung an Tagen, an denen wirklich gar nichts mehr geht. Pfefferscharf, dünn und trotzdem ein richtiges Essen.

Speicher dir dieses Butternut Kürbis Sambar für die Wochen, in denen du einen Topf brauchst, der drei Tage hält und jeden Tag besser schmeckt – und schreib mir unten, mit welchem Gemüse du es probiert hast. Meine Neugier ist echt, ich koche hier fast jeden Tag.

Wenn du es ausprobierst, hinterlass einen Kommentar – besonders, wenn du eine Zutat getauscht hast, das interessiert mich am meisten. Und tagg mich auf Pinterest, ich schaue mir jedes einzelne Foto an.

📌 Butternut Kürbis Sambar Rezept, das sämig wird statt wässrig und drei Tage hält – speicher es für dein nächstes Sonntags-Vorkochen.

Cremiger Butternut-Kürbis-Sambar in einer Schüssel, goldgelb und sämig, mit Koriander und Senfsamen garniert.

Butternut Kürbis Sambar

Ein südindisches Linsengericht, das sämig statt wässrig wird: weich gekochte Toor Dal, zerdrückt im Topf, Butternut-Kürbis für Süße, Tamarinde für Spannung und ein duftendes Tadka aus Senfkörnern und Curryblättern obendrauf. Ein Topf, 50 Minuten, von Natur aus vegan und glutenfrei.
Prep Time 25 minutes
Cook Time 25 minutes
Total Time 50 minutes
Course Abendessen, Eintopf, Hauptgericht
Cuisine Indisch, Südindisch
Servings 6
Calories 245 kcal

Equipment

  • Schwerer Topf mit Deckel, 4 bis 5 Liter
  • Kleine Pfanne, 20 bis 24 cm
  • Kartoffelstampfer
  • Feines Sieb
  • Großes Schneidebrett und scharfes Messer

Ingredients
  

Sambar

  • 200 g Toor Dal (gelbe Straucherbsen)
  • 700 ml Wasser für die Linsen
  • 0,5 TL Kurkuma
  • 1 Butternut-Kürbis (ca. 900 g), geschält, entkernt, in 2 cm große Würfel geschnitten
  • 1 große Zwiebel, fein gewürfelt
  • 2 reife Tomaten, grob gewürfelt
  • 2 EL Sambar-Pulver, nach Geschmack bis 3 EL
  • 1 EL Tamarindenpaste (oder 30 g Tamarinde, in 150 ml heißem Wasser eingeweicht)
  • 200 ml Wasser für den Kürbis
  • 1 TL Salz
  • 0,5 TL Jaggery oder brauner Zucker
  • 1 Handvoll frischer Koriander, gehackt

Tadka

  • 3 EL Kokosöl oder Sesamöl
  • 1 TL schwarze Senfkörner
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen
  • 0,5 TL Bockshornkleesamen (optional)
  • 1 Prise Asafötida
  • 10 frische Curryblätter
  • 2 getrocknete rote Chilischoten
  • 1 EL Ghee (vegan: Kokosöl)

Zum Servieren

  • Basmatireis oder Kokosreis
  • dünnes Papadam zum Eintauchen

Instructions
 

  • Toor Dal in ein Sieb geben und unter kaltem Wasser spülen, bis das Wasser klar läuft. Kürbis schälen, entkernen und in 2 cm große Würfel schneiden. Tamarinde in 150 ml heißem Wasser einweichen, falls du keine Paste verwendest.
  • Toor Dal mit 700 ml Wasser und ½ TL Kurkuma in den Topf geben. Aufkochen, dann zugedeckt bei niedriger Hitze 25 bis 30 Minuten köcheln, bis die Linsen vollständig weich sind und beim Rühren auseinanderfallen. Im Schnellkochtopf dauert das 10 Minuten bei mittlerem Druck.
  • Den Kartoffelstampfer direkt in den Topf setzen und die Linsen acht bis zehn Mal durchdrücken. Nicht komplett pürieren, ein paar ganze Linsen dürfen bleiben, denn sie geben Textur. Wenn es schnell gehen muss, 30 Sekunden kräftig mit dem Schneebesen rühren.
  • Curryblätter mit einem Küchentuch trocken tupfen. Sie kommen gleich in heißes Öl, und nasse Blätter spritzen stark.
  • Für das Tadka 3 EL Kokosöl in der kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Senfkörner hineingeben und etwa 30 Sekunden warten, bis sie aufplatzen und tanzen.
  • Kreuzkümmel, Bockshornkleesamen, getrocknete Chilis und Curryblätter zugeben und zehn Sekunden rühren. Die Curryblätter werden dunkelgrün und knusprig. Zum Schluss die Prise Asafötida einrühren und die Pfanne sofort vom Herd nehmen.
  • Die Hälfte des Tadkas in den großen Topf gießen, das restliche Öl bleibt in der Pfanne. Zwiebeln zugeben und bei mittlerer Hitze 6 bis 7 Minuten glasig braten, bis sie an den Rändern goldig werden. Tomaten hinein und 3 Minuten mitbraten, bis sie zusammenfallen.
  • 2 EL Sambar-Pulver direkt in die Tomatenmasse rühren und eine volle Minute rösten, bis es duftet und die Küche aufmerksam wird. Dieser Schritt ist der wichtigste im ganzen Rezept.
  • Kürbiswürfel, 1 TL Salz und 200 ml Wasser einrühren. Deckel drauf und 12 bis 15 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten, bis der Kürbis gar ist, aber noch Biss hat.
  • Tamarindenwasser durch ein Sieb dazugeben oder die Paste direkt einrühren, dazu ½ TL Jaggery oder braunen Zucker. Fünf Minuten offen köcheln lassen, damit sich die Säure einbindet.
  • Die zerdrückten Linsen in den Topf geben, alles verrühren und 5 Minuten sanft köcheln. Abschmecken: zu sauer bedeutet eine Prise Zucker, zu flach bedeutet Salz, zu dick bedeutet ein Schluck Wasser.
  • Das übrige Tadka aus der Pfanne über das Sambar gießen, es soll zischen. 1 EL Ghee und eine Handvoll gehackter Koriander zum Schluss darübergeben. Mit Basmatireis oder Kokosreis servieren.

Notes

Der Schlüssel zur Sähmigkeit: Die Linsen müssen richtig weich gekocht werden, nicht nur gar. Erst dann geben sie Stärke ab und das Sambar wird seidig. Danach mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken, bevor der Kürbis in den Topf kommt.
Sambar-Pulver richtig einsetzen: Gewürzpulver braucht Fett und Hitze. Immer direkt auf die heiße Tomatenmasse geben und eine Minute mitrösten, nicht am Ende in die Flüssigkeit rühren.
Salz erst spät: Salz in den ersten Minuten verlängert die Kochzeit der Linsen deutlich. Deshalb erst zusammen mit dem Kürbis salzen.
Vorkochen und Aufbewahren: Bis Schritt 11 kochen und das Tadka weglassen, das kommt erst beim Aufwärmen frisch dazu, sonst werden die Curryblätter matschig. Im Kühlschrank hält das Sambar 4 Tage und schmeckt am dritten und vierten Tag am besten. Einfrieren ist bis 2 Monate möglich, am besten die Linsenbasis ohne Kürbis einfrieren und frisch gedünsteten Kürbis dazugeben. Beim Aufwärmen immer zwei bis drei Esslöffel Wasser einrühren, weil die Linsen Flüssigkeit nachziehen.
Varianten: Rote Linsen funktionieren, brauchen aber nur 15 Minuten und 500 ml Wasser. Ohne Tamarinde helfen 2 EL Limettensaft plus 1 TL brauner Zucker. Für mehr Schärfe ½ TL Kashmiri-Chilipulver mit dem Sambar-Pulver rösten. Hokkaido muss nicht geschält werden, die Würfel dann etwas kleiner schneiden.
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