Skip to content
Home » Gebackener Butternut-Kürbis mit Curry-Feta: außen karamellisiert, innen butterweich – in 45 Minuten

Gebackener Butternut-Kürbis mit Curry-Feta: außen karamellisiert, innen butterweich – in 45 Minuten

Gebackener Butternut-Kürbis mit Curry-Feta, goldbraun karamellisiert und innen butterweich, dazu frische Kräuter.

Der Moment, in dem ich das heiße Blech aus dem Ofen ziehe und die Kürbiswürfel an den Rändern dunkelgolden glänzen – genau dafür koche ich im Herbst überhaupt. Letzten Sonntag hat mein Siebenjähriger den Curry-Feta mit dem Teigschaber aus der Schüssel gekratzt, bevor ich ihn überhaupt auf den Kürbis geben konnte. Ich hab’ ihm nicht mal böse sein können, weil ich’s verstanden habe.

Dieser gebackene Butternut-Kürbis mit Curry-Feta ist mittlerweile das Gericht, das bei uns von September bis Februar öfter auf dem Tisch steht als Nudeln mit Tomatensauce – und das will was heißen. Der Kürbis wird im Ofen so süß und karamellig, dass man kaum glaubt, dass außer Öl und ein paar Gewürzen nichts dran ist. Und der Curry-Feta darüber? Cremig, salzig, mit dieser warmen Currynote, die alles zusammenhält.

Die Kurzfassung: Ein Blech, 15 Minuten Handarbeit, den Rest macht der Ofen – und es schmeckt nach deutlich mehr Aufwand.

Ich habe dieses Rezept seit dem ersten Butternut im September bestimmt dreißig Mal gemacht. Meine Schwägerin hat sich die Zutaten neulich per Sprachnachricht von mir diktieren lassen, mitten in ihrer Mittagspause, weil ich so lange genervt habe. Das ist bei mir das ehrlichste Kompliment, das ich vergeben kann.

Auf einen Blick

  • Ergibt: 4 Portionen als Hauptgericht, 6 als Beilage
  • Hands-on-Zeit: 15 Min | Gesamtzeit: 45 Min
  • Schwierigkeit: Einfach – klappt auch, wenn parallel Hausaufgaben betreut werden müssen
  • Kosten pro Portion: ca. 2,20 €
  • Kalorien: ca. 420 kcal pro Portion
  • Ernährungshinweis: Vegetarisch und von Natur aus glutenfrei – vegan mit ein paar Handgriffen (steht weiter unten)

(Foto oben: Draufsicht auf das dunkle Ofenblech mit den goldbraunen Kürbiswürfeln, dazwischen die weichen roten Zwiebelstreifen, darüber großzügig der cremige Curry-Feta mit frisch gehackter Petersilie und ein paar roten Granatapfelkernen. Das Blech steht auf einem alten Leinentuch, links das weiche Nachmittagslicht vom Fenster, rechts liegt noch der benutzte Teigschaber. Kein gestyltes Food-Foto – eher so, wie es bei uns wirklich auf den Tisch kommt.)

Warum der Kürbis hier wirklich karamellisiert (und nicht matschig wird)

Gebackener Butternut-Kürbis mit Curry-Feta: goldbraun karamellisierte Würfel, innen butterweich, auf dem Backblech.

Das größte Kürbis-Problem ist nicht der Kürbis. Es ist die Feuchtigkeit, die er beim Backen abgibt. Wenn die Würfel zu klein geschnitten sind oder zu dicht auf dem Blech liegen, dämpfen sie sich praktisch gegenseitig – und dann hat man am Ende weiches, blasses Etwas statt goldbrauner Kanten. Ich schneide deshalb großzügige Würfel von etwa 2,5 bis 3 Zentimetern und verteile sie so, dass zwischen ihnen Luft bleibt. Klingt pedantisch, macht aber den Unterschied zwischen „ganz okay” und „boah, gib mir das ganze Blech”.

Der zweite Punkt: Ich lasse den Feta nicht die ganze Backzeit mitlaufen. Er kommt erst in den letzten acht bis zehn Minuten dazu. Warum? Weil er sonst austrocknet und körnig wird, statt cremig zu bleiben. Er soll warm werden, leicht Farbe nehmen und sich beim Servieren über den Kürbis ziehen – nicht als Betonklumpen auf dem Blech enden. Diese eine Entscheidung hat bei mir mehr verändert als jedes neue Gewürz.

Und dann ist da noch die Süße. Butternut hat von sich aus schon ordentlich Zucker, aber wenn er auf einem heißen Blech direkt aufliegt, karamellisiert dieser Zucker an den Kontaktflächen. Das ist die Kruste, wegen der meine Kinder die Würfel einzeln vom Blech klauen, kaum dass ich es auf die Arbeitsplatte stelle. Genau deshalb schmeckt das hier so, als hätte jemand stundenlang in der Küche gestanden – dabei ist es ein Blechgericht.

Was reinkommt – und wo es wirklich drauf ankommt

  • 1 mittelgroßer Butternut-Kürbis (ca. 1,2 kg, geschält gewogen ca. 900 g): Butternut ist hier einfach am besten – fester, weniger wässrig und süßer als Hokkaido, und die Würfel halten ihre Form. Hokkaido geht auch, dann aber nicht schälen – die Schale wird weich mit. Meine Mutter schwört darauf, weil sie das Schälen hasst, und ich verstehe sie jedes Mal wieder neu.
  • 2 EL Olivenöl: Es ist das Transportmittel für die Gewürze, nicht nur ein Fett. Ohne Öl bleiben Curry und Kreuzkümmel auf der Oberfläche liegen und brennen an. Nimm das gute, aber nicht das teuerste – wir backen bei 200 °C, da verschwinden die feinen Noten sowieso.
  • 1 TL Madras-Currypulver: Madras ist kräftiger und etwas schärfer als das milde Supermarkt-Curry, das bei uns sonst im Schrank steht. Das macht den Charakter dieses Gerichts aus. Meine Große kann Schärfe noch nicht so gut leiden, deshalb nehme ich für sie mittlerweile mildes Curry und gebe die Schärfe erst am Tisch dazu. Geht problemlos.
  • ½ TL gemahlener Kreuzkümmel: Der erdige Unterton. Ich habe es einmal vergessen – mein Mann hat sofort gefragt, was fehlt. Also: nicht weglassen, auch wenn es nur ein halber Teelöffel ist.
  • 1 TL Paprikapulver edelsüß + ½ TL geräuchertes Paprikapulver: Das geräucherte gibt eine Tiefe, die niemand benennen kann, aber alle bemerken. Wenn du nur eine Sorte hast: edelsüß reicht. Wenn du beides hast: beides rein, immer.
  • 1 große rote Zwiebel: In breiten Streifen zwischen den Kürbis gelegt. Sie wird süß und weich und ist ehrlich gesagt der heimliche Star auf dem Blech. Meine Kinder sortieren sie aus und legen sie auf meinen Teller. Ich nehme das inzwischen als Geschenk an.
  • 200 g Feta (am Stück, in Salzlake): Bitte keinen trockenen Feta-Block aus der Kühltheke, der sich nicht bröseln lässt – du willst hier etwas, das beim Backen weich wird und nicht staubt. Wenn du nur sehr salzigen Feta bekommst, halbiere das Salz am Kürbis und schmeck erst am Ende ab. Hab’ ich mir anfangs ein paarmal versaut.
  • 4 EL griechischer Joghurt (10 % Fett) oder Crème fraîche: Damit wird aus dem Feta eine streichzarte Creme statt einer Krümel-Angelegenheit. Quark geht auch, wird aber leicht körnig – ich bleibe beim Joghurt.
  • 1 Knoblauchzehe, gerieben + Saft von ½ Zitrone: Gesellen sich direkt in die Feta-Creme. Der Zitronensaft ist wichtig – ohne ihn wirkt das Ganze schnell schwer. Ich reibe den Knoblauch immer fein, weil mein Sohn sonst genau die Stücke findet, die er nicht mag. Mit der Reibe ist er einfach weg.
  • 1 EL Olivenöl für die Feta-Creme: Macht sie geschmeidig und ein bisschen glänzend schön.
  • Frische Kräuter: Petersilie, Koriander oder Minze – was du magst. Ich mache meistens Petersilie plus einen Hauch Minze, weil diese frische Kühle gegen das Curry so gut funktioniert.
  • Zum Drüberstreuen (optional, aber macht’s besonders): Granatapfelkerne, geröstete Pinienkerne, ein paar Chiliflocken. Die Granatapfelkerne sind für meine Tochter der Grund, das Gericht überhaupt anzusehen. Kinder und glitzernde rote Dinge – sag ich ja nur.

Was du vorher aus der Schublade ziehst

  • Ein großes Backblech (mindestens 40 × 35 cm) – nutze die volle Größe, nicht zwei Würfel-Lagen übereinander. Wenn du nur ein kleines Blech hast, back es in zwei Runden.
  • Backpapier oder ein Silikonbackblech – ich schwanke jedes Mal, aber mit Papier spare ich mir das Schrubben.
  • Ein gutes großes Messer und ein stabiles Schneidebrett – beim Butternut zählt das echt.
  • Ein Y-Schäler. Alternativ: Der Kürbis kommt problemlos auch in den Ofen, wenn du ihn ungeschält in Spalten schneidest (siehe Variationen unten).
  • Eine kleine Schüssel für den Curry-Feta und eine Gabel zum Zerdrücken. That’s it. Kein Mixer, kein Thermomix, kein Schnickschnack.

Ein Tipp vorab: Falls dein Ofen ungleich backt – meiner zieht hinten links – dreh das Blech nach etwa der Hälfte der Zeit einmal um 180 Grad. Das ist der beste Tipp in diesem ganzen Beitrag.

Ran an den Ofen – Schritt für Schritt

Lies einmal alles durch, bevor du loslegst. Es geht dann wirklich schnell, und du willst nicht mitten im Kürbisschneiden nachlesen, wie lange was drinbleibt.

Vorheizen: Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (180 °C Umluft). Schiene mittig.

  1. Kürbis vorbereiten: Butternut halbieren, die Kerne mit einem Löffel ausschaben und das faserige Innere sauber auskratzen. Dann schälen und in etwa 2,5–3 cm große Würfel schneiden. Genau dabei ruhig arbeiten – gleichmäßige Würfel sind der halbe Erfolg. (📸 Foto-Tipp: Wenn du auf deinem Brett Würfel in ungefähr gleicher Größe nebeneinander liegen siehst, bist du genau richtig. Sind sie deutlich unterschiedlich groß, sortiere die kleinen nochmal zusammen und schneide sie nach.)
  2. Würzen: Kürbiswürfel in eine große Schüssel geben, mit Olivenöl, Curry, Kreuzkümmel, beiden Paprikasorten, etwa 1 TL Salz und einer kräftigen Portion Pfeffer darüber. Mit den Händen durchmischen, bis jedes Würfelchen glänzt. Klingt unromantisch, aber mit den Händen verteilst du die Gewürze viel gleichmäßiger als mit einem Löffel. Danach Hände waschen, dann weiter.
  3. Blech belegen: Die Zwiebelstreifen und die Kürbiswürfel auf das Blech geben – mit Luft dazwischen, nicht dicht gedrängt. Wenn sich alles drängt, nimm ein zweites Blech. Ich weiß, es sieht nach mehr Platz aus, als du brauchst. Nutze ihn trotzdem. Das ist der Unterschied zwischen karamellisiert und gedämpft.
  4. Erste Backrunde: Etwa 25 Minuten backen. Nach 15 Minuten einmal wenden und das Blech um 180 Grad drehen. (📸 Foto-Tipp: Nach 25 Minuten sollten die Ränder der Würfel deutlich dunkler sein und die flache Seite, auf der sie aufgelegen haben, sollte sich leicht vom Papier lösen lassen. Wenn sie noch kleben, brauchen sie noch fünf Minuten.)
  5. Curry-Feta anrühren: Während der Kürbis backt, mach die Feta-Creme. Feta mit der Gabel grob zerdrücken, Joghurt, Knoblauch, Zitronensaft, 1 EL Olivenöl, ½ TL Currypulver und etwas Pfeffer dazu. Mit der Gabel verrühren – ruhig stückig lassen, das wird beim Backen ohnehin weich. An dieser Stelle darfst du mal probieren. Ich mache es jedes Mal, angeblich um abzuschmecken. In Wahrheit wegen eines Löffels voll.
  6. Feta draufgeben: Nach den 25 Minuten den Curry-Feta in Klecksen über den heißen Kürbis verteilen. Nicht verrühren, nicht glattstreichen – einfach zufällig verteilen. Zurück in den Ofen, weitere 8–10 Minuten.
  7. Fertigstellen: Blech aus dem Ofen holen, kurz stehen lassen. Mit frisch gehackter Petersilie, Minze und – wenn du hast – Granatapfelkernen und gerösteten Pinienkernen bestreuen. Der Moment, in dem du siehst, dass der Feta an manchen Stellen leicht gebräunt ist: perfekt. Genau da hört es auf.
  8. Abschmecken und servieren: Direkt aus dem Blech servieren, mit einem Spritzer Zitrone zum Schluss. Der Zitronenspritzer kommt erst jetzt – vorher würde er beim Backen verpuffen.

Meine müde Version: Wenn ich abends wirklich keine Nerven fürs Schälen habe, wasche ich den Butternut, schneide ihn ungeschält in 2 cm dicke Spalten und backe ihn so. Die Schale wird weich und leicht bissfest, und es fallen zehn Minuten Vorarbeit weg. Kein Schönheitspreis, aber an einem Mittwoch rettet das den Abend.

Sonntags vorbereiten, mittwochs entspannen

Ich mache das Blech gern in doppelter Menge und setze es nicht komplett fertig zusammen. Konkret: Ich schneide den Kürbis sonntags, mische ihn mit Öl und Gewürzen und packe ihn in einen großen Gefrierbeutel oder eine Box. Der Curry-Feta wird separat angerührt und bleibt im Kühlschrank. Mittwochs kippe ich dann alles auf das Blech, schiebe es in den Ofen und habe 15 Minuten lang Zeit für etwas anderes – meistens für die Brotdosen, die noch auf dem Küchentisch stehen.

  • Kühlschrank: Die gewürzten, geschnittenen Kürbiswürfel halten sich luftdicht verpackt bis zu 3 Tage. Die Feta-Creme hält sich in einem geschlossenen Behälter ebenfalls 3 Tage – ab und zu umrühren, sie setzt etwas Flüssigkeit ab, das ist normal.
  • Gefrierschrank: Rohes Kürbisfleisch kannst du Würfel für Würfel bis zu 3 Monate einfrieren – vor dem Backen nicht auftauen, sondern mit der Gewürzmischung direkt gefroren aufs Blech. Das fertige Gericht friert nicht gut ein: Der Feta wird beim Auftauen leider leicht mehlig. Ich hab’s probiert, um das hier ehrlich sagen zu können.
  • Aufwärmen: Reste sind am nächsten Tag bei 180 °C Umluft in 8–10 Minuten wieder richtig gut – der Kürbis verliert kaum an Biss. In der Mikrowelle wird er matschig; es geht in Notfällen, aber wenn du die Wahl hast: Ofen oder eine Pfanne.

Was ich nach dreißig Blechen gelernt habe

  1. Würfelgröße ist keine Kleinigkeit: 2,5–3 cm, gleichmäßig. Zu kleine Würfel geben Feuchtigkeit ab und dampfen sich gegenseitig, zu große bleiben innen roh, bevor außen Goldbraun kommt. Ja, du musst ein bisschen nachmessen oder zumindest hinschauen. Klingt übertrieben, ich weiß – aber das ist der Grund, warum das bei mir beim ersten Mal nicht funktioniert hat.
  2. Halte dich mit dem Salz zurück, bis der Feta im Spiel ist: Feta ist salzig, und wenn du den Kürbis schon kräftig gesalzen hast, wird das fertige Gericht schnell zu salzig. Salz lieber am Tisch nachlegen. Und ja, mein Mann fand, ich übertreibe anfangs – bis er beide Versionen nebeneinander probiert hat.
  3. Der Feta braucht keinen ganzen Backvorgang: Nur die letzten 8–10 Minuten. Länger macht ihn körnig und trocken. Wenn du glaubst, er müsse noch „durchbacken” – er ist ja schon fertig, es geht nur ums Warmwerden.
  4. Ein Wort zum Backpapier: Die letzten fünf Minuten kannst du die Temperatur auf 210 °C hochziehen, wenn du magst – die Ränder werden dann richtig dunkel und fast knusperig. Keine Sorge, wenn dir das zu viel wird: Selbst wenn die Kanten ein bisschen zu dunkel geraten, schmeckt der Kürbis innen noch wunderbar süß und weich. Ich habe das mehrfach geschafft, es ist wirklich kein Weltuntergang.

Variationen, die bei uns wirklich auf den Tisch kommen

  • Vegan: Feta durch 200 g festes, gut abgetropftes pflanzliches „Feta” ersetzen (gibt’s mittlerweile überall und wird auch unter dem Broiler weich) und den Joghurt durch ungesüßten Sojajoghurt. Wichtig: Sojajoghurt mit etwas Zitronensaft und einer Prise Salz abschmecken, sonst schmeckt die Creme flach. Das ist die Variante für meine Schwägerin, die keine Milchprodukte isst – sie ist begeistert.
  • Glutenfrei: Ist dieses Gericht sowieso schon. Nur ein Hinweis: Beim Feta und beim Currypulver lohnt der Blick auf die Zutatenliste, in manchen Mischungen steckt verstecktes Spielmehl. Lieber einmal zu oft prüfen.
  • Mit Kichererbsen für mehr Substanz: Eine Dose abgespülte Kichererbsen in den letzten 20 Minuten mit aufs Blech – sie werden außen leicht knusprig und sättigen richtig. Wir machen das immer, wenn mein Mann hungriger heimkommt als angekündigt.
  • Schärfer für die Erwachsenen: ½ TL Chiliflocken in die Gewürzmischung und eine fein gehackte grüne Chili direkt zum Schluss über das fertige Blech. Meine Kinder kriegen die milde Version, wir Erwachsenen ziehen erst am Tisch nach – so muss ich nicht zwei Gerichte kochen.
  • Für Gäste etwas festlicher: Eine Handvoll Walnüsse in den letzten 5 Minuten mitrösten, am Ende ein dünner Faden Honig (oder Ahornsirup) über das warme Blech, plus Granatapfel. Das sieht aus wie aus dem Restaurant und braucht sechs Minuten länger.

Fragen, die mir ständig in die DMs flattern

Frage: Warum wird mein Kürbis matschig und nicht knusprig?
Kenn’ ich, das war mein erster Versuch. Meistens liegt es an zwei Dingen: Die Würfel sind zu klein geschnitten oder sie liegen zu dicht auf dem Blech und dämpfen sich gegenseitig. Schnapp dir die nächste Runde größere Würfel von etwa 2,5–3 cm und verteile sie über ein möglichst großes Blech – lieber zwei Bleche als ein überfülltes. Wenn dein Ofen ein Umluft-Freund ist, nimm 180 °C Umluft: Die Luftbewegung nimmt Feuchtigkeit besser mit. Du packst das.

Frage: Kann ich das Gericht vegan machen?
Ja, das geht richtig gut. Tausch den Feta gegen pflanzlichen Feta und den Joghurt gegen ungesüßten Sojajoghurt – ich habe die Version für meine Schwägerin getestet, und beim Backen wird der pflanzliche Feta genauso weich, wenn er in Salzlake liegt. Eine Prise mehr Salz und ein extra Spritzer Zitrone in die Creme, weil pflanzlicher Feta milder daherkommt. Der Rest bleibt gleich.

Frage: Wie lange hält sich der gebackene Butternut-Kürbis? Kann ich ihn einfrieren?
Im Kühlschrank in einem geschlossenen Behälter hält er sich 3 Tage, und ehrlich gesagt schmeckt er am zweiten Tag fast noch besser, weil die Gewürze durchgezogen sind. Einfrieren würde ich das fertige Gericht nicht – der Feta wird beim Auftauen körnig und verliert seine Cremigkeit. Der rohe, gewürzte Kürbis lässt sich dagegen problemlos bis zu 3 Monate einfrieren. Aufwärmen: im Ofen bei 180 °C Umluft für 8–10 Minuten. Mikrowelle geht im Notfall, aber dann wird er weich statt knusprig – du weißt, was du bekommst.

Frage: Was serviere ich dazu?
Drei Sachen, die bei uns wirklich funktionieren: Erstens ein warmes Fladenbrot und ein Klecks Joghurt mit Zitrone – damit tunkst du die Feta-Reste vom Blech, was sowieso alle machen. Zweitens Bulgur oder Quinoa als Unterlage, wenn es ein vollständiges Mittagessen sein soll. Und drittens – mein Liebling – gebratene Halloumi-Scheiben und ein einfacher Rucolasalat mit Zitronendressing, weil das Salzig-Frische gegen die Süße des Kürbisses richtig gut kommt. An Wochentagen gibt’s bei uns einfach Baguette, und die Kinder sind glücklich.

Mehr Rezepte, die meine Familie immer wieder verlangt

Wenn dir dieses Blech gefällt, dann probier unbedingt diese hier – sie haben bei uns dieselbe Reaktion ausgelöst:

  • [INTERNAL LINK PLACEHOLDER: Ofengemüse mit Feta und Honig] — Das Rezept, das mich überhaupt dazu gebracht hat, Gemüse regelmäßig aufs Blech zu werfen. Zwanzig Minuten Arbeit, null Drama.
  • [INTERNAL LINK PLACEHOLDER: Kürbissuppe mit geröstetem Knoblauch] — Meine Rettung an kalten Sonntagen. Wenn ich zu viel Butternut gekauft habe, landet der Rest hier drin.
  • [INTERNAL LINK PLACEHOLDER: Halloumi-Ofengemüse mit Zitronenjoghurt] — Dasselbe Prinzip, anderes Gemüse. Perfekt für die Tage, an denen ich das Rezept hier schon zweimal in einer Woche gemacht habe.

Ich hoffe, dieses Blech wird bei dir genauso ein Herbst- und Winter-Klassiker wie bei uns. Es ist eines von denen, die ich nicht mehr aus dem Kopf bekomme – und ich freue mich jedes Mal, wenn mir jemand schreibt, dass es in ihrer Familie genauso angekommen ist. Probier es an einem Tag aus, an dem du nicht viel Zeit und Lust auf Kochen hast. Genau dafür ist es gedacht.

Wenn du es machst: Schreib mir unten einen Kommentar, wie es gelaufen ist – besonders, wenn deine Kinder irgendwas aussortiert haben, das erzählen wir uns dann gemeinsam. Und wenn du ein Foto machst, tagg mich gern – ich schaue mir jedes einzelne an.

📌 Gebackener Butternut-Kürbis mit Curry-Feta, der in 45 Minuten fertig ist und auch am nächsten Tag noch schmeckt – speicher ihn dir für deinen nächsten faulen Sonntag oder dein Meal Prep am Mittwochabend.

Gebackener Butternut-Kürbis mit Curry-Feta, goldbraun karamellisiert und innen butterweich, dazu frische Kräuter.

Gebackener Butternut-Kürbis mit Curry-Feta

Ein Blech, 15 Minuten Handarbeit und der Rest macht der Ofen: goldbraun karamellisierte Butternut-Würfel, weiche rote Zwiebeln und ein cremiger Curry-Feta, der erst in den letzten Minuten dazukommt.
Prep Time 15 minutes
Cook Time 30 minutes
Total Time 45 minutes
Course Beilage, Hauptgericht
Cuisine Deutsch, Mediterran
Servings 4
Calories 420 kcal

Equipment

  • Großes Backblech (mind. 40 x 35 cm)
  • Backpapier
  • Große Schüssel
  • Schneidebrett und großes Messer
  • Kleine Schüssel und Gabel

Ingredients
  

Kürbis und Gewürze

  • 1 mittelgroßer Butternut-Kürbis (ca. 1,2 kg, geschält ca. 900 g)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Madras-Currypulver
  • ½ TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL Paprikapulver edelsüß
  • ½ TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 große rote Zwiebel, in breiten Streifen
  • 1 TL Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer

Curry-Feta-Creme

  • 200 g Feta am Stück in Salzlake
  • 4 EL griechischer Joghurt (10 % Fett) oder Crème fraîche
  • 1 Knoblauchzehe, fein gerieben
  • 1 EL Zitronensaft (von ½ Zitrone)
  • 1 EL Olivenöl
  • ½ TL Currypulver

Zum Servieren

  • frische Petersilie, gehackt
  • ein paar Minzblätter
  • Granatapfelkerne (optional)
  • geröstete Pinienkerne (optional)
  • Zitronenspalten

Instructions
 

  • Vorheizen: Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (180 °C Umluft), Schiene mittig.
  • Kürbis vorbereiten: Den Butternut halbieren, die Kerne mit einem Löffel ausschaben und das faserige Innere auskratzen. Schälen und in etwa 2,5 bis 3 cm große, möglichst gleichmäßige Würfel schneiden.
  • Würzen: Die Kürbiswürfel in eine große Schüssel geben und mit Olivenöl, Curry, Kreuzkümmel, beiden Paprikasorten, etwa 1 TL Salz und kräftig Pfeffer mit den Händen durchmischen, bis jedes Würfelchen glänzt.
  • Blech belegen: Zwiebelstreifen und Kürbiswürfel auf das Blech geben – mit Luft dazwischen, nicht dicht gedrängt. Lieber ein zweites Blech nehmen als alles zusammenschieben.
  • Erste Backrunde: Etwa 25 Minuten backen. Nach 15 Minuten einmal wenden und das Blech um 180 Grad drehen. Die Ränder sollten danach deutlich dunkler sein und sich leicht vom Papier lösen.
  • Curry-Feta anrühren: Während der Kürbis backt, den Feta mit der Gabel grob zerdrücken. Joghurt, Knoblauch, Zitronensaft, 1 EL Olivenöl, ½ TL Currypulver und etwas Pfeffer dazugeben und mit der Gabel verrühren – ruhig stückig lassen.
  • Feta draufgeben: Nach den 25 Minuten den Curry-Feta in Klecksen über den heißen Kürbis verteilen, nicht verrühren und nicht glattstreichen. Zurück in den Ofen und weitere 8 bis 10 Minuten backen.
  • Fertigstellen: Das Blech aus dem Ofen holen und kurz stehen lassen. Mit gehackter Petersilie, Minze und – wenn vorhanden – Granatapfelkernen und gerösteten Pinienkernen bestreuen.
  • Abschmecken und servieren: Direkt aus dem Blech servieren und erst jetzt mit einem Spritzer Zitrone abschmecken – vor dem Backen würde er verpuffen.

Notes

Meine wichtigsten Tipps:
Schneide den Kürbis in gleichmäßige Würfel von 2,5 bis 3 cm und lasse zwischen ihnen Platz auf dem Blech – sonst dämpfen sie sich gegenseitig und werden blass statt goldbraun.
Der Curry-Feta kommt erst in den letzten 8 bis 10 Minuten dazu, sonst wird er körnig und trocken. Halte dich außerdem mit dem Salz zurück, bis der Feta im Spiel ist, und salze lieber am Tisch nach.
Aufbewahren: Reste halten sich im Kühlschrank 3 Tage und schmecken am zweiten Tag fast noch besser. Aufwärmen bei 180 °C Umluft in 8 bis 10 Minuten – in der Mikrowelle wird der Kürbis matschig.
Einfrieren: Das fertige Gericht nicht einfrieren, der Feta wird beim Auftauen mehlig. Der rohe, gewürzte Kürbis lässt sich dagegen bis zu 3 Monate einfrieren und kommt gefroren direkt aufs Blech.
Vegan: Pflanzlichen Feta und ungesüßten Sojajoghurt verwenden, dazu eine Prise mehr Salz und ein extra Spritzer Zitrone in die Creme.
Mehr Substanz: Eine Dose abgespülte Kichererbsen in den letzten 20 Minuten mit aufs Blech geben.
Keyword Curry-Feta Ofengemüse, gebackener Butternut-Kürbis, Kürbis Blechgericht Herbst, vegetarisches Abendessen

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Recipe Rating